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Empfänger von Hartz IV sollen ab Januar 2013 monatlich acht Euro mehr bekommen.

Heute morgen hieß es dazu im Inforadio, die Vorsitzende des Sozialverbandes VdK, Ulrike Mascher, habe gesagt, dieser Betrag sei zu gering; Alleinerziehenden fehle insbesondere das Geld für gesunde Ernährung und Kinderkleidung.

Da habe ich mich gewundert, denn wer Kinder hat, gibt sein Geld doch zunächst für die Ernährung und Kleidung der Kinder aus (gesunde Ernährung ist m. E. genauso teuer oder billig wie ungesunde). Wenn dann nichts mehr übrig ist, muss man auf Urlaub, Auto, Kino und Zigaretten verzichten. In der Meldung klang es so, als würden alleinerziehende Hartz-IV-Empfänger das empfangene Geld zunächst für Luxusgüter verprassen, bevor sie an die Ernährung ihrer Kinder denken.

Bei SPON liest sich das ähnlich: „Der Sozialverband VdK kritisiert die Anhebung als zu niedrig. Die Verbandsvorsitzende Ulrike Mascher sagte der ‚Bild‘-Zeitung: ‚Auch mit acht Euro mehr kann der tatsächliche Bedarf von Alleinerziehenden mit Kindern nicht gedeckt werden. Da bleibt zu wenig für die gesunde Ernährung und für die Kleidung der Kinder übrig.'“ Auch hier scheint es, als würden Essen und Kleidung der Kinder von dem Geld bezahlt, das „übrig“ bleibt. Übrig wovon? Übrig wonach?

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