Schlagwörter

, , , , , ,

Im Jahr 2013 wird Opel einen neuen Kleinwagen auf den Markt bringen: den Opel Adam (schreibt sich wie der Vorname des Firmengründers, wird aber – englisch – Äddem gesprochen). „Wir bieten über 30 000 verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten, allein außen“, sagt Martin Golka, Produktmanager für die kleinen und kompakten Autos des Herstellers. Opel-Marketingvorstand Alfred E. Rieck sagte bei der Eröffnung des Pariser Autosalons Ende September: „Die erste und wichtigste Idee hinter dem Adam ist, dass er mehr als jedes andere Auto auf dem Markt individualisiert werden kann.“ Allein für den äußeren Look hätten Kunden mehr als 30.000 Variationsmöglichkeiten.

Im Opel-Blog heißt es dazu: „Mit unserem Stadtflitzer erreicht das Thema Individualisierung eine neue Dimension … Aber auch die Programmierer unseres Konfigurators drangen hier auf neues Terrain vor. Auf der ersten Ebene lassen sich neben dem Einstiegsmodell ADAM drei Ausstattungswelten wählen: ADAM JAM, ADAM GLAM und ADAM SLAM. Dazu kommen mehrere optionale Pakete wie Twisted, Black/White, Sport und Extreme. Zusätzlich gibt es allein 31 Rädervarianten. Dann wären da noch die Farben, zwölf an der Zahl – das Dach kann in ‚Cream White‘, ‚Midnight Black‘ und ‚Okapi Brown‘ abgesetzt werden. Noch individueller wird der ADAM mit verschiedenen Dekors für Dach, Motorhaube, Außenspiegel und Türbereich.“

Jetzt versteht man, warum man „Adam“ englisch aussprechen muss. Auch wenn die Verbindung dieser „Ausstattungswelten“ zu Marmelade, Glanz und Wettstreit nicht nachvollziehbar ist. Aber vielleicht geht es darum gar nicht … Vielleicht ist das nur ein Sprachspiel und vollkommen bedeutungslos … Interessant übrigens die Anklänge an die Bibel: Adam – der erste Mensch; drei Ausstattungswelten; „Farben, zwölf an der Zahl“ – wie die zwölf Apostel …

Das Hamburger Abendblatt betet dieses Loblied nach und kommt zu dem Schluss: „Dank der variablen Klebefolien innen und außen ist die Verwandelbarkeit so groß, dass die Opel-Verantwortlichen irgendwann aufgehört haben zu berechnen, wie viele unterschiedliche Adam-Varianten es geben könnte.“ Man sieht „die Opel-Verantwortlichen“ vor sich: über ihre Baumdiagramme gebeugt, die Köpfe heiß vom Rechnen …

Advertisements