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Margot Käßmann ist als Botschafterin der EKD für das Reformationsjubiläum 2017 tätig. Vor kurzem bin ich auf einen Artikel des Evangelischen Pressedienstes vom Februar aufmerksam gemacht worden, in dem es heißt: „Das Jubiläum, das an den Thesenanschlag des Reformators Martin Luther vor 500 Jahren erinnert, soll nach ihrer Auffassung keine ‚Feier einer Trennung‘ sein. Trotz aller Differenzen zwischen der katholischen und der evangelischen Kirche solle der ökumenische Charakter hervorgehoben werden“. Der ökumenische Charakter wovon?

Die Protestanten haben die Katholiken ja tatsächlich eingeladen, gemeinsam 500 Jahre Reformation zu feiern, und sich gewundert, als Rom schrieb, die Katholiken sähen die Trennung mit Verdruss und keinen Grund zur (gemeinsamen) Feier.

Weiter wird Käßmann mit dem Satz zitiert: „Historisch gesehen hat die Reformation auf beiden Seiten zu Reformen geführt.“ Auf beiden Seiten? Die katholische Kirche hat sich durch die Reformation gewiss verändert, aber die evangelische Kirche hat sich durch die Reformation überhaupt erst konstituiert, da kann sie sich nicht gleichzeitig schon verändert haben.

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