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Die Berliner Verkehrsbetriebe bemühen sich um die Anwerbung von Frauen. „Frauen bewegen Berlin. Gemeinsam voran.“ heißt es auf Plakaten, die in Bussen und Bahnen, in U-Bahnhöfen und im Internet zu sehen sind.

In der neuesten Werbung für Barrierefreiheit bewegen Frauen – und zwar ausschließlich Frauen – nicht Berlin, sondern Kinderwagen. Gleich oben auf der Startseite der BVG liest man:

„Wenn unser Titelkind Magda ihren großen Cellokoffer zur Musikschule trägt, ist die 8-Jährige froh zur U-Bahn wenigstens eine Rolltreppe oder den Aufzug zu nehmen. Und ehrlich, für Muttis mit Kinderwagen und uns alle sind Aufzüge oder stufenlose Einstiege bei Busse und Bahnen einfach bequem.“

Skandalös genug, dass die Kinderwagen schiebenden Väter (und Omas und Opas etc.) unerwähnt bleiben – die Frauen müssen sich auch noch plump-vertraulich „Mutti“ nennen lassen. Das ist schlimmer als in der schlimmsten Provinz!

Vor lauter Zorn hätte ich beinahe den verkorksten Dativ („bei Busse und Bahnen“) übersehen. Aber nur beinahe.

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