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Eier

Auch wenn Ostern vor der Tür steht, kann man darüber streiten, ob Deutschland wirklich Eier braucht. Der Reformhaus-Kurier 3/2013 bestätigt zwar, dass Deutschland Importland für Eier ist, weil es nur 75 Prozent seines Bedarfs aus eigener Produktion deckt – allerdings verzehrt jeder Deutsche pro Jahr 214 Eier, und da kann von „brauchen“ meines Erachtens nicht ernsthaft die Rede sein.

Sicher sind auch die Meinungen zum Thema „richtig gutes Frühstück“ geteilt.

Unstreitig ist aber, dass man ein Land nicht mit seinen Bewohnern verwechseln darf. Ein Land braucht kein Frühstück, denn ein Land kann nicht essen.

Dass die Werbefuzzis der amerikanischen Fastfood-Kette versuchen, die Essgewohnheiten hierzulande in ihrem Sinne zu beeinflussen, ist nicht weiter verwunderlich. Aber wer glaubhaft machen will, ein Land, das Brötchen, Müsli, Marmelade und Obst im Überfluss produziert, vor dem kulinarischen Supergau, ja gar vor dem Verhungern zu bewahren, sollte sich etwas Appetitlicheres einfallen lassen.

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