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Modalverben sind schön und gut – da, wo sie hingehören. In der Reportage über Nordkorea, die heute im Inforadio lief, sind sie nicht nur überflüssig, sondern vollkommen fehl am Platz.

Dort ging es zunächst um die Frage, „wann das Land in der Lage ist, Sprengköpfe auf Raketen platzieren zu können“. Anschließend hieß es: „Südkorea reagierte auf die Drohung, US-Ziele … mit Raketen angreifen zu wollen“. Beides ist Sprachmüll. In der Lage zu sein, etwas zu tun, ist nämlich gleichbedeutend damit, etwas zu können, und Nordkorea hat sicher nicht mit dem bloßen Willen gedroht.

Korrekt hätte es heißen müssen: „wann das Land in der Lage ist, Sprengköpfe auf Raketen zu platzieren“ und „Südkorea reagierte auf die Drohung, US-Ziele … mit Raketen anzugreifen“.

Schade, dass nicht einmal Journalisten ordentlich Deutsch lernen und auch anspruchsvolle Radiosender glauben, ihren Hörern solches Bläh-Deutsch vorsetzen können müssen zu dürfen.

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