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Da ich diesmal per Briefwahl abstimme, habe ich meinen Stimmzettel (Wahlkreis 75 Berlin-Mitte) letzte Woche per Post erhalten. Zunächst folgt der Aufbau dem Muster:

(Titel,) Nachname, Vorname
Partei (Kürzel)
Beruf und Ort
Partei (vollständige Bezeichnung)

Zum Beispiel hier:

Stimmzettel 1

und hier:

Stimmzettel 2

und hier:

Stimmzettel 3

Bei den Parteien DIE LINKE und FREIE WÄHLER sind Parteikürzel und vollständige Bezeichnung identisch. Man kann darüber streiten, ob es sinnvoll ist, das doppelt zu drucken; ich finde es redundant.

Richtig stutzig wurde ich aber erst bei Ralph Boes:

Boes

Mir war und ist keine Partei bekannt, die „Bedingungsloses Grundeinkommen“ heißt. Recherchen ergaben dann auch, dass es eine solche Partei nicht gibt, dass Herr Boes aber Gründungs- und Vorstandsmitglied der Berliner Bürgerinitiative bedingungsloses Grundeinkommen e.V. ist. Vermutlich parteilos. Man hätte dann aber doch „parteilos“ dazuschreiben können, das wäre klarer gewesen.

Franziska Sylla ist wahrscheinlich ebenfalls parteilos. Bei ihr steht aber dort, wo eigentlich der Parteiname hingehört und wo bei Ralph Boes das bedingungslose Grundeinkommen steht, nur „Journalistin“. Das steht dann auch noch einmal links beim Beruf:

Sylla

Frau Sylla gehört also offensichtlich weder einer Partei an noch vertritt sie bestimmte politische Interessen. Warum sollte man sie dann aber wählen? Als Briefwählerin könnte ich immerhin nach Artikeln dieser Frau suchen und nach der Lektüre entscheiden, ob ich das, was sie schreibt, gut finde und unterstütze. Aber die meisten sehen den Stimmzettel doch erst in der Wahlkabine. Oder studieren Sie vor der Wahl Ihren Musterstimmzettel?

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