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„Nicht betreten. Wartungsarbeiten für Ihre Sicherheit“ stand am Montag früh auf einem Zettel an unserem Aufzug. Das war in zweifacher Hinsicht merkwürdig, um nicht zu sagen: falsch.

Als Wartung werden nämlich Maßnahmen zur Bewahrung des Sollzustands eines technischen Systems bzw. – gemäß DIN 31051 – Maßnahmen zur Verzögerung des Abbaus des vorhandenen Abnutzungsvorrats der Betrachtungseinheit verstanden. Sie wird in regelmäßigen Abständen ausgeführt und umfasst z. B. Nachstellen, Schmieren, Konservieren, Nachfüllen oder Ersetzen von Betriebsstoffen oder Verbrauchsmitteln und planmäßiges Austauschen von Verschleißteilen. Eine Wartung erfolgt also in präventiver Absicht und während der Nutzung eines Objekts.

Unser Aufzug war aber – seit Sonntag – kaputt. In solchen Fällen hilft keine Wartung, sondern nur eine Reparatur.

Egal, dachte ich, Hauptsache, der Aufzug funktioniert gleich wieder. Volle Einkaufstaschen und 20-Kilo-Säcke Katzenstreu in den 5. Stock zu tragen, ist ja kein Vergnügen. Aber Pustekuchen: Weit und breit war kein Mensch zu sehen, und auch der Aufzug war leer. Es wurde gar nicht gearbeitet! Weder am Montag noch am Dienstag noch am Mittwoch. Dreieinhalb Tage wurden die wartenden Mieter belogen, bis der Aufzug heute nachmittag repariert wurde und das Schild verschwand.

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