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Udo Stiehl hat in seinem Blog kürzlich über den Mißbrauch des Verbs „starten“ (z. B. im Zusammenhang mit Verhandlungen, Rauchverboten, Streiks und Fonds) anschaulich berichtet.

Eine Sprecherin im Inforadio Berlin-Brandenburg hat dem jetzt ein Krönchen aufgesetzt. Sie sagte nämlich nicht: „Morgen starten in Sotschi die Olympischen Winterspiele“ oder (richtig): „Morgen gehen bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi die ersten Sportler an den Start“, sondern: „Morgen gehen die Olympischen Winterspiele in Sotschi an den Start.“ Das muß man sich einmal bildlich vorstellen.

Nur der Ausdruck „etwas am Start haben“ ist noch schlimmer (so haben meine Kinder zum Frühstück Multivitaminsaft und Müsli am Start, und als Lektüre sind gerade XY und YZ am Start), aber das ist – bisher – Jugendsprache und als solche vorübergehend und daher verzeihlich.

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