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Äthiopien Äthiopien - ganz

Ganz Äthiopien? Oder denken wir nicht doch lieber nur an die schönen Frauen und wilden Landschaften (oder umgekehrt)?

An das Elend in diesem Land mag sicher kaum jemand erinnert werden, und nur ungern wird man zur Kenntnis nehmen, daß Hunger und Armut zumindest teilweise mit dem Kaffee-Export zu tun haben.

Hier ein paar Zeilen aus dem Wikipedia-Artikel zur Veranschaulichung: „Äthiopien zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Schätzungsweise 49 % der Bevölkerung sind unterernährt, auch in „guten“ Erntejahren bleiben Millionen Äthiopier auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Ursachen des Hungers sind Dürre und Überschwemmungen, verschärft durch verbreitete Entwaldung und Erosion. Ein Bevölkerungswachstum um 2 Millionen jährlich in den letzten zehn Jahren, aber auch der Verfall der Kaffeepreise führten 2003 zu einem Anstieg des Hungers in manchen Landesteilen. Während Dürreperioden früher in Abständen von 25 bis 30 Jahren auftraten, kommt es mittlerweile in Abständen von vier bis fünf Jahren zu Dürren. … Zugang zu sauberem Trinkwasser … besitzt laut WHO und UNICEF nicht einmal jeder zweite äthiopische Bürger. Kinderarbeit ist weit verbreitet: 58,1 % der Jungen und 41,6 % der Mädchen zwischen 5 und 14 Jahren arbeiten regelmäßig, die überwiegende Mehrheit (95 %) in der familiären Landwirtschaft. In den großen Städten leben mehrere Hunderttausend Straßenkinder.“

Auf einer Webseite gegen Kinderarbeit heißt es zu Äthiopien: „50,1% der Kinder zwischen 5 und 14 Jahren verrichten Kinderarbeit – das sind 8.854.463 Betroffene. Tätigkeiten / Produkte: landwirtschaftliche Tätigkeiten: Anbau/Produktion von Baumwolle, Kaffee, Tee, Zuckerrohr, Zwiebeln, …“

Wie gut, daß der Kaffee nicht nach Hunger, Armut und Kinderarbeit schmeckt.

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