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Zuerst hat es den Bären erwischt, dann den Elefanten, später den Architekten und den Korrespondenten – und jetzt muß auch der Mensch als solcher dran glauben: Man schneidet ihm die Endung ab!

Urmensch

Substantive, die zur n-Deklination gehören (darunter die obigen Beispiele), bekommen in allen Kasusformen außer im Nominativ Singular [der Mensch, der Bär, der Architekt etc.] das Suffix -(e)n. Im Genitiv klappt das noch ganz gut. Ich meine zwar, in Kinderbüchern schon vom „Brummen des Bärs“ gelesen zu haben, aber das war sicher die Ausnahme, und bisher kommt niemand auf die Idee, „der Bauch des Architekts“ oder „des Menschs Wille ist sein Himmelreich“ zu sagen. Was aber im Genitiv richtig ist, gilt auch für den Dativ und den Akkusativ, und da wird die korrekte Endung in der gesprochenen wie in der geschriebenen Sprache mehr und mehr weggelassen.

Wer sich nicht sicher ist, ob das in Frage stehende Nomen zur n-Deklination gehört, kann ganz einfach den Test mit dem Genitiv machen. Wird dieser mit s gebildet (der Hut des Mannes / des Freundes), gehört es nicht dazu, wird er mit (e)n gebildet (der Hut des Fremden / des Studenten), dann ja, und dann ist diese Endung auch im Dativ und im Akkusativ erforderlich.

Merke: Man bindet niemandem einen Bär auf – man bindet immer einen Bären auf.