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Durchsage am 30. August, 16 Uhr in Basel, Badischer Bahnhof, Gleis 4: „Information zum ICE 274 nach Berlin, Abfahrt 16 Uhr 14, heute 20 bis 25 Minuten später. Grund ist eine verspätete Vorleistung.“

eine verspätete Vorleistung“ – was ist das für eine verschwurbelte Mitteilung? Kann man nicht sagen, wer da getrödelt hat und warum?

20 Minuten später: „Am Gleis 4 fährt ein ICE 279 aus Berlin. Der Zug endet hier und fährt als ICE 274 zurück nach Berlin. Vorsicht bei der Einfahrt.“ Es dämmert: nicht ein Dritter, nein, die Deutsche Bahn selbst ist für die Verspätung verantwortlich.

Im Zug dann, nach dem Willkommensgruß an die Fahrgäste, die Erwähnung der Verspätung. Dann wörtlich: „Grund war die Verspätung aus der vorherigen Leistung aus Berlin“ – als ob die „vorherige Leistung“ (die ja eigentlich keine zu belobigende Leistung, sondern mangelhaft war) irgendeinem Unbekannten aus Berlin oder der Stadt Berlin anzulasten sei und nicht etwa der Deutschen Bahn.

Schön noch die Antwort der Schaffnerin auf die Frage eines Reisenden, ob in Karlsruhe der Anschluß nach München erreicht werde: „Mit unserer Verspätung erreichen wir gar keine Anschlüsse.“

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