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Daß gestreikt wird, kann vorkommen, und daß bei einem Streik chaotische Verhältnisse herrschen, weiß man auch. Um so mehr ärgere ich mich über die Augenwischerei der Deutschen Bahn, die so tut, als würde sie die Fahrgäste informieren. In einer gestern versandten Mail an alle Bahncard-Besitzer wird unter der Überschrift „Der Ersatzfahrplan – verlässliche Reiseplanung trotz Streik!“ angekündigt: „wir möchten die Auswirkungen der aktuellen Streikmaßnahmen auf Ihre Reisepläne so gering wie möglich halten. Um Ihnen eine bessere Planung zu ermöglichen, stehen Ihnen deswegen im Internet die Ersatzfahrpläne für den Fernverkehr jeweils frühzeitig zur Verfügung. Die Ersatzfahrpläne für Donnerstag, 06.11. und Freitag, 07.11. sind bereits online …“

Ein Link führt zu den Ersatzfahrplänen in der sogenannten Live-Auskunft, in der angeblich alle „Verbindungen gemäß aktueller Verkehrslage“ aufgeführt sind. Dort steht: „Ihre Verbindungen wurden auf Basis der aktuellen Verkehrslage berechnet, die sich jederzeit ändern kann. Wir empfehlen, die Verbindung ggf. kurz vor Reisebeginn nochmals anzufragen.“

Wenn man aber eine Reisemöglichkeit sucht, erscheint hinter den meisten angezeigten Verbindungen ein gelber Punkt. Der bedeutet: „Es liegen derzeit nicht für alle Verbindungsabschnitte ausreichende Informationen vor. Wir empfehlen, die Verbindung ggf. kurz vor Reisebeginn nochmals anzufragen.“ Wie kurz, weiß man nicht. Ob heute beispielsweise der ICE von Berlin nach Köln (geplante Abfahrt 10:47 Uhr) fährt, kann auch jetzt, um 10:32, noch nicht festgestellt werden. Von frühzeitig oder verläßlicher Planung kann keine Rede sein.

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