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Meine Leserin Stefanie (die ein Blog für Urlaubsgefühle in Hamburg, Reisen in Norddeutschland und Besuche bei nordischen Nachbarn schreibt) hat mich für den Liebster Award nominiert – oder mir diese Auszeichnung verliehen (was nicht dasselbe wäre, aber es läuft, glaube ich, auf dasselbe hinaus). Der Liebster Award ist eine Art virtueller Kettenbrief, der helfen soll, kleinere Blogs bekannter zu machen und Blogger untereinander zu vernetzen. Man bekommt 11 persönliche Fragen gestellt, und nachdem man sie beantwortet hat, darf man selbst wiederum 11 Lieblingsblogs (anderswo stand: 5 Blogs mit weniger als 3.000 Abonnnenten) nominieren/auszeichnen und sich dafür 11 neue Fragen ausdenken.

Hier zunächst die 11 Fragen von Stefanie und meine Antworten.

1. Du hast einen Tag lang Besuch vom Mars: Was würdest Du Deinem Gast auf der Erde zeigen wollen?

Kunstwerke – vor allem solche zum Hören (Bach!).

2. Wenn Du 1 Sache auf der Welt ändern könntest, was wäre das?

Gerne würde ich die Massentierhaltung abschaffen – mit allen Konsequenzen (Welthunger, Umweltzerstörung).

3. Welchen Ort ganz bei Dir in der Nähe hast Du am liebsten?

Meinen Balkon im 5. Stock mit Blick über die Dächer von Moabit und den Teich im Englischen Garten im Großen Tiergarten.

4. Entscheide Dich für eine Möglichkeit: Wärst Du auf einer Party lieber over- oder underdressed?

Overdressed (but just a little).

5. Was war Deine schlimmste Modesünde?

Kniestrümpfe in Sandalen im Sommer und Pullunder im Winter – aber das war in den 70er Jahren, als das Mode war.

6. War Dir schon einmal etwas unangenehm, nachdem Du es gebloggt hast?

Einmal habe ich im Überschwang des Überdrusses an Internet & Co. die Schütz-Motette „Herr, wenn ich nur dich habe“ verlinkt. Das paßt aber thematisch gar nicht in mein Blog, und ein paar Stunden später habe ich den Beitrag gelöscht.

7. Welcher Filmtitel beschreibt Dich und Dein Leben am besten?

Sauve qui peut.

8. Welchen Deiner Blogbeiträge magst Du am liebsten?

Da ich schon länger blogge, sind es ein paar mehr geworden … Am meisten mag ich die Beiträge – und Kommentare – über mißglückte, übergriffige und Pseudo-Kommunikation (Kleinkinder, Erfolg, Passen Sie auf sich auf, Ich soll Sie schön grüßen, Hallo, bei uns im Ersten), über den sprachlichen Umgang mit Verspätungen bei der Deutschen Bahn (Schweigen ist Gold, abgefahren), über Modalverben, dazu noch Koko-was?, Call a bike …, Tag des Handwerks, Musikerjargon, Frauenquote …, Napoleon und – natürlich – den ein oder anderen Katzencontent.

9. Welcher Song funktioniert bei Dir sofort als Ohrwurm, obwohl Du ihn grauenhaft findest?

E: Freude, schöner Götterfunken / U: Marmor, Stein und Eisen bricht.

10. Wann und von wo aus stöberst Du am liebsten auf anderen Blogs?

Das Wann und das Wo spielen bei mir keine große Rolle. Wichtig ist, daß das Thema mich interessiert und ansprechend dargeboten wird.

11. In eigener Sache: Was denkst Du über Hamburg (ganz ehrlich)? (Diese Antwort würden wir gern irgendwann mal in einem Beitrag verwursten, falls das ok für Dich ist).

Oje! Ich habe mich lange auf den ersten Hamburg-Besuch gefreut, aber als ich endlich dort war (vor drei Jahren an einem kühlen und recht feuchten Juli-Wochenende), war ich eher enttäuscht. Der Hafen ist beeindruckend und teilweise schön, und wir hatten einen sehr redseligen, gut informierten und sympathischen Führer in St. Petri, aber ansonsten habe ich die Stadt als sehr kühl empfunden, auch äußerlich. Viel Stein, Backstein, Beton und Glas, vergleichsweise wenig Grün. Wenig anheimelnde Plätze. Auf mich wirkte Hamburg insgesamt zu modern, zu sauber, zu geleckt (ich bin aus Berlin ein bißchen verwöhnt, was den Charme von Wildwuchs und Dreck betrifft). Und die Reeperbahn war einfach nur furchtbar. Vielleicht waren wir nicht in den richtigen Vierteln? Hast Du ein paar Tipps?

Meine Nominierungen und meine Fragen dauern noch ein bißchen …

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