Schlagwörter

, , , , , , , , ,

Meine Kinder sind heute leider mit der Bahn unterwegs – eine Fernreise in Richtung Westen. Abfahrt wäre um 10 Uhr 47 gewesen, Ankunft in Köln um 15 Uhr 09, Weiterfahrt um 15 Uhr 18. Mittags bekomme ich eine Nachricht mit folgendem Verspätungsalarm:

„Ermittelte Abweichung zum Zeitpunkt des Mail-Versands um 13:09 Uhr:
Ein Anschluss wird ggf. nicht erreicht.“

Das war nach den Verheerungen der vergangenen Nacht nicht anders zu erwarten. Ich schaue auf der Webseite der Bahn nach, wieviel Verspätung der Zug denn hat: 110 Minuten.

Das ist ungeheuerlich: Was so gut wie sicher eintreten wird (es sei denn, der Anschlußzug hätte ebenfalls mindestens 110 Minuten Verspätung), wird wie eine Eventualität („ggf.“) dargestellt. Ein weiteres Beispiel für den unangemessenen, weil grundlos beschönigenden Umgang der Deutschen Bahn mit Verspätungen (siehe schon Schweigen ist Gold und abgefahren).

Wen’s interessiert: Der Zug hat Köln am Montag überhaupt nicht mehr erreicht, sondern fuhr statt dessen nach Dortmund. Die Kinder sind dort umgestiegen und kamen schließlich mit 3 1/2 Stunden Verspätung am weniger als 100 km von Köln entfernten Ziel an.

 

Advertisements