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Ich habe immer so viel zu erledigen, daß ich manches, wenn nicht das meiste vergessen würde, wenn ich es mir nicht notierte. Also schreibe ich für jeden Tag einen Zettel mit allem, was zu tun ist. Wie schrecklich!, werden viele denken. Ich finde es auch schrecklich, aber anders geht es nicht, und vielleicht gewinne ich ein bißchen Sympathie, wenn ich erwähne, daß ich selten mehr als zwei Drittel, höchstens drei Viertel der aufgeschriebenen Aufgaben tatsächlich erledigt habe, wenn der Tag ganz und die Nacht halb um ist.

Oft fällt mir das ein oder andere allerdings noch ein, wenn ich unterwegs bin, und weil ich dann fast immer auf dem Rad sitze, kann ich es nicht sofort aufschreiben. Damit ich mir nicht so viel merken muß und nicht alles gleich wieder vergesse, merke ich mir die Anfangsbuchstaben der zu erledigenden Dinge. Wenn ich beispielsweise das Katzenklo säubern, ein Hemd bügeln, einen Knopf annähen, Inge anrufen und Auberginen kaufen will, dann merke ich mir die Buchstaben KHKIA, aus denen ich aus naheliegenden Gründen das Wort KHAKI bilde, das ich mir sehr gut merken kann. Wenn sich aus den Anfangsbuchstaben kein Wort bilden läßt (z. B. weil es keine Vokale gibt), lasse ich mir neue Wörter mit denselben Anfangsbuchstaben einfallen, aus denen ich einen Satz bilde, den ich mir gut merken kann. Katzenklo, Mantel, Wäsche, Batterie und Blumen ergäben dann beispielsweise: Meine Katzen brauchen bald Wolle. Die Methode funktioniert wunderbar – auch Stunden später erinnere ich mich mindestens an die Anfangsbuchstaben der Dinge, die zu erledigen wären.

NB: Dieser Beitrag lag ein paar Wochen lang auf Eis und verdankt sein Hervorgeholtwerden den Gedanken über eine gallische Runenreihe, die Trithemius jüngst aus einem alten Zettelkasten hervorgeholt hat.

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