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Vor kurzem bekam ich eine Mail von einem Ex-Freund, mit dem ich seit längerem keinen Kontakt mehr habe. Der Inhalt der Mail hat meine anfängliche Freude schnell und nachhaltig getrübt. Dort stand nämlich: „Ich möchte Sie zu meinem beruflichen Netzwerk auf LinkedIn hinzufügen“.

Daran ist alles falsch.
Erstens siezen wir uns nicht.
Zweitens sieht mein berufliches Netzwerk ganz anders aus als das meines Ex-Freundes; warum sollte er beruflich mit mir Kontakt haben wollen, wenn es keinen privaten Kontakt mehr gibt?
Und schließlich: Ich bin gar nicht bei LinkedIn und könnte daher gar nicht als Kontakt hinzugefügt werden.

Es sei denn, ich melde mich bei LinkedIn an, erstelle ein Profil und bestätige den Kontakt. Da würde LinkedIn sich freuen und mein Ex staunen.

Er hat die Mail an mich nämlich gar nicht verschickt. LinkedIn hat sie verschickt und dabei seinen Namen als Absender benutzt. Und außerdem sein Adreßbuch auf perfide Art und Weise mißbraucht.

Wie das geht, darüber scheiden sich die anderen geschädigten Geister: Geist 1 Geist 2 Geist 3

Immerhin habe ich aus dem ganzen erneut verstanden, daß man letztlich doch selbst verantwortlich ist für das, was die neuen Medien und die Netzwerke mit einem machen, und daß es – bisher zumindest – noch immer einen Knopf zum Neinsagen und  Ausschalten gibt. Und ich habe eine neue Abkürzung gelernt: DAU = dümmster anzunehmender User. Ich nenne ihn lieber DAN – dümmster anzunehmender Nutzer. Im Zweifelsfall bin ich das selbst.

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