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Am 1. August hat der MDR einen Beitrag zum Thema „20 Jahre Rechtschreibreform“ gesendet, den man hier nachhören kann. Direkt daneben gibt es einen Hinweis auf Korrekturen, und dort steht über den Beitrag:

Im Programm von MDR 1 RADIO SACHSEN lief am Montag, 1. August 2016, um 16:47 Uhr ein Bericht zu „20 Jahre Rechtschreibreform“. Dieser wurde am selben Tag um 21:54 Uhr von MDR AKTUELL – Das Nachrichtenradio gesendet. In diesem Beitrag ist uns ein Fehler unterlaufen. Darin hieß es: „Die beiden Wörtchen seid und seit sollen ab dem neuen Schuljahr zusammengelegt werden in seidt – also hinten mit d und t. Denn an der richtigen Verwendung von seid oder seit scheiterten bisher 70 Prozent der Deutschen.“  Dies trifft nicht zu. Die Redaktion von MDR 1 RADIO SACHSEN und die Autorin bedauern den Fehler. Wie kam es dazu? Die Reporterin hatte die Information bei ihren Recherchen erhalten und leider nicht gegengeprüft. Offensichtlich geht diese Information auf eine Mitteilung der Satireseite „Der Postillon“ zurück. Die Meldung war der Reporterin zu dieser Zeit nicht bekannt. MDR 1 RADIO SACHSEN hat am Mittwoch, 3.8.2016, zur selben Sendezeit auf den unterlaufenen Fehler hingewiesen und ihn korrigiert.

Nicht korrigiert wurde ein Grammatikfehler derselben Reporterin, der zum Zeitpunkt der Recherchen offenbar auch nicht bekannt war, daß die Präposition nach nicht mit dem Genitiv, sondern mit dem Dativ steht. Weil’s so schön war, hier der ganze Satz im Zusammenhang (01:49 ff.):

>>Ja, die Rechtschreibreform läßt vieles zu und verzeiht vieles. Und dennoch wird auch heute, 20 Jahre nach des Inkrafttretens, immer noch an ihr herumgebastelt.<<