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Im Zusammenhang mit den Nachrichten zum neuen Zivilschutzkonzept bin ich auf den vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe herausgegebenen Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen gestoßen. Es geht u. a. darum, daß „im Falle einer Katastrophe wie Hochwasser, Stromausfall oder Sturm […] die Gefahr [besteht], dass Lebensmittel nur noch schwer zu bekommen sind“, und es wird geraten: „Sorgen Sie daher für einen ausreichenden Vorrat. Ihr Ziel muss es sein, 14 Tage ohne Einkaufen überstehen zu können.“ („Ziel, … überstehen zu können“ statt „Ziel, … zu überstehen“ ist natürlich redundant und Quatsch – aber dazu sage ich hier mal nichts).

In der Übersicht liest man unter dem Punkt „Obst, Nüsse“, daß man pro Person mit 3,6 kg rechnen soll. Es heißt zunächst (ganz vernünftig) „Bevorraten Sie Obst in Dosen oder Gläsern“, sodann aber: „und verwenden Sie als Frischobst nur lagerfähiges Obst“.
Als Frischobst nur lagerfähiges Obst? Das würde bedeuten, daß man Erdbeeren, Himbeeren, Aprikosen, Pfirsiche, Mirabellen, Pflaumen, Kiwis, Mangos, Feigen, ja auch Birnen und Bananen, was sage ich, fast alles Obst außer Quitten und einigen Apfelsorten gar nicht mehr kaufen und verzehren („als Frischobst verwenden“) soll, weil es alles andere als lagerfähig ist, sondern im Gegenteil schon nach Stunden, höchstens Tagen schlecht und braun wird, verschrumpelt, verdirbt und verschimmelt.