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Nächsten Samstag haben wir Abiturtreffen in Trier; zum Mittagessen werden wir ins Weinhaus in der Brückenstraße gehen. Da ich mich seit einiger Zeit vegan ernähre, dachte ich, es sei vielleicht schlau, mal im Internet nachzusehen, was es denn da so gibt. Von 27 Gerichten sind immerhin vier vegetarisch: ein gemischter Salat mit Feta, das „Erbsen-Minz Süppchen“ (Eigenschreibung), die Käsespätzle und die Pilz-Ravioli. Da ein gemischter Salat mit Feta ohne Feta und Käsespätzle ohne Käse nicht gerade verlockend klingen (zumal für 12,80 €), rief ich heute nachmittag an, um mich nach pflanzlichen Optionen zu erkundigen. „Sie meinen vegan?“, fragte die nette Dame am anderen Ende der Leitung. Hoffnung keimte auf. Ja, ich wüßte gern, ob vielleicht die Suppe oder die Ravioli … Nein, die Suppe ist natürlich mit Sahne, und die Ravioli sind mit Eiern. War zu erwarten. Ich schreibe es auch nur aus sprachkritischen Gründen. Weil nämlich die nette Dame auf mein Résumée, dann wäre wohl außer dem Beilagensalat nichts rein Pflanzliches dabei, scheinbar bedauernd zusammenfaßte: „Nein, da sind wir leider nicht spezialisiert drauf“. „nicht spezialisiert drauf“ diesen sicher ganz unbeabsichtigten Euphemismus lasse ich mir seitdem auf meiner geistigen Zunge zergehen.

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