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Trüge man Scheuklappen, könnte man denken, Edeka meine es ernst mit der Müllvermeidung. Der Umweltexperte der Firma (ein Pandabär) empfiehlt:

„Die natürliche Schale schützt von allein! Verzichten Sie daher bei Ihrem Weihnachtseinkauf [warum nur dann?] auf unnötige Tüten und nehmen Sie Obst und Gemüse einfach lose mit. Vermeiden Sie Abfall und die Umwelt wird es Ihnen danken.“

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Smart Branding soll bedeuten, daß Etiketten durch Lasergravur ersetzt werden; so kann man auch Bio-Obst und -Gemüse kennzeichnen, ohne es zu verpacken. 

Nun trägt man aber keine Scheuklappen und sieht die ganze Seite im Werbeprospekt. Und was sieht man? Kartoffeln, „küchenfertig geschält, geviertelt, in Scheiben oder als Sticks geschnitten“ und natürlich in Plastik verpackt

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und Gemüsenudeln aus Süßkartoffeln, Möhren, Zucchini und Butternußkürbis, in Plastikschälchen à 200 oder 250 g verschweißt.

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So macht Edeka es allen recht, und immerhin Tütenmüll wird auch hier vermieden. Vielleicht läßt sich der ein oder andere vom Preis abschrecken: Die Gemüsenudeln aus herkömmlicher Landwirtschaft sind 5-7mal so teuer wie das unverpackte Bio-Gemüse.