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Damit es nicht zu Verkehrsunfällen kommt, ist klar geregelt, wer Vorfahrt hat, wenn sich Fahrbahnen kreuzen. Anders gesagt: Wenn sich mehrere Fahrzeuge einer Kreuzung oder Einmündung nähern, entscheiden die Vorfahrtsregeln, wer zuerst fahren darf und wer warten muß. Dabei gilt folgende Hierarchie: Polizei > Lichtzeichen (Ampel) > Verkehrszeichen (Vorfahrt-beachten- oder Vorfahrt-gewähren-Schild) > rechts vor links.

An der Berliner Kreuzung Charlotten-/Ecke Behrenstraße bietet sich seit Wochen folgendes Bild:

Charlottenstraße Richtung Süden

Behrenstraße Richtung Osten

Charlottenstraße Richtung Norden

Behrenstraße Richtung Westen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Egal, von wo man sich der Kreuzung nähert, man sieht nur das eigene Schild „Vorfahrt geändert“, und man erfährt weder, wie die Vorfahrtregel einmal war noch inwiefern sie geändert wurde. Das ist also eine totale Null-Information, und nicht nur eine Null-Information, sondern eine verwirrende noch dazu. Im Idealfall (man hat ja keine Zeit zum Nachdenken an einer solchen Kreuzung) kommt man zu dem Schluß: rechts vor links. Zu diesem Schluß käme man aber viel schneller, wenn es überhaupt keine Verkehrszeichen gäbe. Welchen Zweck verfolgen also die Verkehrsschilder?