Schlagwörter

, , , , , ,

Ich bin nicht die einzige, die sich über die Radiowerbung von Seitenbacher aufregt. Da ist zum einen der Dialekt: „woisch, des isch des Müüüsli …“ Außerdem fühle ich mich wie ein Idiot behandelt, wenn der Herr Pfannenschwarz (NB: der Firmenchef textet und spricht seine Werbetexte persönlich) sich nicht nur öffentlich in meine Verdauung einmischt, sondern dreimal oder öfter wiederholt, wie lecker das auch schmeckt. Schlimm finde ich aber vor allem, wie hier mit der Bauernhof-Idylle geworben und verblendet wird. Wenn es heißt: „des isch des Müsli von dem Seitenbacher“, dann ist das grammatisch ein Maskulinum Singular – als wäre Seitenbacher keine Firma, sondern der Ein-Mann-Betrieb eines Herrn Seitenbacher, der nebenan wohnt und im ganzen Dorf dafür bekannt ist, dass er sein Müsli aus selbstgezogenen Körnern, Nüssen und Früchten noch von Hand mischt.

Advertisements