für Insider

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Die beiden Silhouetten auf dem Saarbrücker Hauptbahnhof haben mir zu denken gegeben.

stefan

andreas

Frauennamen habe ich nicht gefunden. Später habe ich gelesen, daß der Saarbrücker Caritasverband mit seiner Plakataktion „zurück im Leben“ zwar allgemein auf die Probleme von Obdachlosen aufmerksam macht, daß das von ihm getragene Bruder-Konrad-Haus allerdings nur obdachlosen Männern eine Wohnung bietet.

Katastrophe!

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Im Zusammenhang mit den Nachrichten zum neuen Zivilschutzkonzept bin ich auf den vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe herausgegebenen Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen gestoßen. Es geht u. a. darum, daß „im Falle einer Katastrophe wie Hochwasser, Stromausfall oder Sturm […] die Gefahr [besteht], dass Lebensmittel nur noch schwer zu bekommen sind“, und es wird geraten: „Sorgen Sie daher für einen ausreichenden Vorrat. Ihr Ziel muss es sein, 14 Tage ohne Einkaufen überstehen zu können.“ („Ziel, … überstehen zu können“ statt „Ziel, … zu überstehen“ ist natürlich redundant und Quatsch – aber dazu sage ich hier mal nichts).

In der Übersicht liest man unter dem Punkt „Obst, Nüsse“, daß man pro Person mit 3,6 kg rechnen soll. Es heißt zunächst (ganz vernünftig) „Bevorraten Sie Obst in Dosen oder Gläsern“, sodann aber: „und verwenden Sie als Frischobst nur lagerfähiges Obst“.
Als Frischobst nur lagerfähiges Obst? Das würde bedeuten, daß man Erdbeeren, Himbeeren, Aprikosen, Pfirsiche, Mirabellen, Pflaumen, Kiwis, Mangos, Feigen, ja auch Birnen und Bananen, was sage ich, fast alles Obst außer Quitten und einigen Apfelsorten gar nicht mehr kaufen und verzehren („als Frischobst verwenden“) soll, weil es alles andere als lagerfähig ist, sondern im Gegenteil schon nach Stunden, höchstens Tagen schlecht und braun wird, verschrumpelt, verdirbt und verschimmelt.

Hasenfuß

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Wer wagt, gewinnt. Natürlich nicht immer. Man kann verlieren, versagen, verunglücken. Dieses Risiko nimmt man aber in Kauf, wenn man grundsätzlich davon ausgeht, daß eine Sache gelingt.

Im Berliner Wahlkampf hat die FDP mit diesem Plakat ein Eigentor geschossen:

FDP 2016

Wer sich so ausdrückt, hat schon verloren. Wer riskiert, daß etwas funktioniert, geht grundsätzlich von einem Scheitern aus. Und wenn das ohnehin nur mögliche Funktionieren obendrein im Konjunktiv daherkommt, mag man an ein Gelingen gar nicht mehr glauben.

Die FDP hat wohl eingesehen, daß der Spruch daneben ist. Seit gestern sehe ich nur noch Plakate mit demselben Bild von Sebastian Czaja, aber mit anderem Text: „Wählen Sie doch mal jemanden, der etwas verändern will.“ Klingt für mich allerdings auch nicht sehr überzeugend.

Abtropfgewicht

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Bei der Tombola des veganen Sommerfestes am Alex habe ich eine Packung Einhorn-Kondome gewonnen.

Einhorn 1.JPG

Unter den „Mehrwerten“ auf der Rückseite („Kalorienverbrauch 350 kcal bei 30 min aktivem Sex“; „peinliches Einkaufserlebnis 0%“) gibt mir dieser die meisten Rätsel auf:

Einhorn 3

 

auf märkischen Sand gebaut

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Auf dem Europaradweg Berlin – Sulęcin, der zwischen Buckow und Münchehofe streckenweise so aussieht:

Europaradweg

hat der Europäische Fonds für regionale Entwicklung ein Projekt offensichtlich in den märkischen Sand gesetzt:

Projekt

Jedenfalls ist weit und breit nichts zu sehen, was an ein Projekt erinnert und den Gebrauch des Demonstrativpronomens rechtfertigen würde.

nach der Reform …

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Am 1. August hat der MDR einen Beitrag zum Thema „20 Jahre Rechtschreibreform“ gesendet, den man hier nachhören kann. Direkt daneben gibt es einen Hinweis auf Korrekturen, und dort steht über den Beitrag:

Im Programm von MDR 1 RADIO SACHSEN lief am Montag, 1. August 2016, um 16:47 Uhr ein Bericht zu „20 Jahre Rechtschreibreform“. Dieser wurde am selben Tag um 21:54 Uhr von MDR AKTUELL – Das Nachrichtenradio gesendet. In diesem Beitrag ist uns ein Fehler unterlaufen. Darin hieß es: „Die beiden Wörtchen seid und seit sollen ab dem neuen Schuljahr zusammengelegt werden in seidt – also hinten mit d und t. Denn an der richtigen Verwendung von seid oder seit scheiterten bisher 70 Prozent der Deutschen.“  Dies trifft nicht zu. Die Redaktion von MDR 1 RADIO SACHSEN und die Autorin bedauern den Fehler. Wie kam es dazu? Die Reporterin hatte die Information bei ihren Recherchen erhalten und leider nicht gegengeprüft. Offensichtlich geht diese Information auf eine Mitteilung der Satireseite „Der Postillon“ zurück. Die Meldung war der Reporterin zu dieser Zeit nicht bekannt. MDR 1 RADIO SACHSEN hat am Mittwoch, 3.8.2016, zur selben Sendezeit auf den unterlaufenen Fehler hingewiesen und ihn korrigiert.

Nicht korrigiert wurde ein Grammatikfehler derselben Reporterin, der zum Zeitpunkt der Recherchen offenbar auch nicht bekannt war, daß die Präposition nach nicht mit dem Genitiv, sondern mit dem Dativ steht. Weil’s so schön war, hier der ganze Satz im Zusammenhang (01:49 ff.):

>>Ja, die Rechtschreibreform läßt vieles zu und verzeiht vieles. Und dennoch wird auch heute, 20 Jahre nach des Inkrafttretens, immer noch an ihr herumgebastelt.<<